Methoden
Wir erweitern bestehende Methoden und entwickeln neue Ansätze, die zur Weiterentwicklung der kausalen Inferenz, von experimentellen Forschungsdesigns und der Umfrageforschung beitragen.
Wir entwickeln eine statistische Methode, mit der sich individuelle Präferenzen aus Gruppenentscheidungen ableiten lassen. Die Methode ist in vielfältigen Entscheidungssituationen kleiner Gruppen einsetzbar, bei denen die Gruppenzusammensetzung wiederholt und vorgegeben ist.
Wir haben ein Framework entwickelt, um Ausfälle von Studienteilnehmenden in telefonischen Panelbefragungen zu reduzieren. Mit Best Practices und einer Online-Plattform, die Teile der Anrufplanung und Arbeitsabläufe automatisiert, konnten so in einer Panelstudie mit syrischen Geflüchteten im Libanon nach 4,5 Jahren noch 63 Prozent der Teilnehmenden erreicht werden.
Wir führen eine Methode zur statistischen Charakter-isierung von Compliern und Non-Compliern in einem (Quasi)-Experiment ein, in dem die Teilnehmenden frei entscheiden können, ob sie ihre experimentelle Zuordnung zur Behandlungs- und Kontrollgruppe akzeptieren oder nicht.
Wir zeigen, dass hypothetische Entscheidungen, die in einem Conjoint-Experiment innerhalb einer Umfrage gemessen werden, von den gleichen strukturellen Faktoren wie tatsächliche Entscheidungen in der realen Welt bestimmt werden.
Durch unveröffentlichte Nullergebnisse geht wichtiges Wissen in der Politikwissenschaft verloren. Wir empfehlen Forschenden, kurze „Null Result Reports” zu erstellen und bieten dafür eine Vorlage an.
Wir erweitern die Methode zur Bildung einer synthetischen Kontrollgruppe von Abadie et al. (2010) für den Fall, in dem die Behandlungsgruppe grösser als eins ist.